Samstag, 25.02.2017

Nachdem wir letzte Woche unsere nächsten 2 Siegerpunkte von Wentorf geschenkt bekamen, mussten wir heute zum Auswärtsspiel nach Lauenburg. Rein rechnerisch konnte ein möglicher zweiter Tabellenplatz, der ja zum Aufstieg notwendig ist, noch erreicht werden.

Aber das Aufstiegsgespenst haben wir mit dem heutigen Spiel endgültig verscheucht. Wir fanden in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht zu unserem Spiel. Auch wenn der Gegner mit Backe und einem total verklebten Ball spielt, sollte man sich in Ruhe an die ungewohnte Situation herantasten und nicht überhastet die Bälle wegwerfen. Dazu kam dann noch ein Schweizer Käse in der Abwehr und zwar einer mit riesigen Löchern. Olaf und Tobi konnten zwar noch einige Bälle halten, aber in dieser Halbzeit ging einfach nicht mehr. Diesen Schuh müssen wir uns einfach alle anziehen, das war die bisher schlechteste Saisonleistung. Darum gingen wir auch völlig verdient mit einem Rückstand von 7:17 Toren aus unserer Sicht in die Kabine.

Hektisches Treiben, aber klare Worte in der Kabine, so durfte es nicht weiter gehen. Wir wollten uns schließlich nicht abschlachten lassen und waren noch Willens, jetzt endlich mit dem Handballspiel anzufangen.

Anpfiff zur zweiten Runde. Die Abwehr stand jetzt etwas besser und vorne wurde auch gut genetzt. Wir boten den Lauenburgen jetzt die Stirn und verhinderten ein weiteres davonziehen. Einige gut herausgespielte Situationen, einige gute Einzelaktionen und ein hervorragend aufgelegter Tobi waren der Grund dafür, dass wir den 10 Tore Rückstand aus der ersten Halbzeit, jedenfalls bis zur 50. Minute gehalten haben. Dann waren wir auf einmal wie ausgewechselt und die letzten Spielminuten zeigten wir dann doch noch unsere Schokoladenseite. Unser schöner 4:1 Lauf machte die Niederlage dann doch noch etwas erträglicher. Nichts desto trotz ist diese 21:28 Niederlage natürlich sehr ernüchternd und erschütternd für uns gewesen.

Auch wenn unser Spielertrainer Böhmi uns verlassen hat, die Tempogegenstoß- und Tormaschine Torben immer noch verletzt ist und auch sonst nicht alle Mann an Board sind, müssen wir uns die letzten beiden Saisonspiele zusammenreißen und nochmal alles geben. Wir spielen gemeinsam, wir verlieren gemeinsam und wir gewinnen gemeinsam...

 

Olaf Rienecker