Samstag, 02.02.2019 um 18.00 Uhr

Da die von uns gewünschte Spielverlegung nicht zu Stande kam, mussten wir mit einer absoluten Rumpftruppe zum Auswärtsspiel nach Sandesneben. Urlaub, Krankheiten oder die liebe Arbeit verhinderte das wir mit einer schlagkräftigen Truppe auflaufen konnten. Nur durch verschieben einiger privater Termine, "ach ich spiel mit", trotz kleinerer Blessuren und dem sofortigen Einsatz eines neuen Mitspielers, bekamen wir überhaupt 8 Leute auf die Platte.

Die erste Halbzeit lief einfach traumhaft für uns. Wir spielten im Angriff einen guten Ball, mit teilweise sehr schönen Kombinationen und die Abwehr stand sehr gut. Kam der Gegner durch, dann hatte Tobi sehr häufig die Finger am Ball. Wir ließen keinen Zweifel aufkommen, dass wir uns eventuell kampflos ergeben würden. Im Gegenteil, die Sandesnebener führten meistens nur mit 1-2 Toren. Einmal zogen sie auf 4 Tore davon, aber kein Gedanke an Aufgabe. Wir kämpften uns schnell wieder heran und lagen zur Halbzeit mit nur einem Tor hinten. 14:13 zur Pause für die Hausherren, wer hätte das gedacht.

Verschnaufen, Wunden lecken und Spannung halten. Wir waren jedenfalls gewillt die Hausherren so lange wie möglich zu ärgern. Zuerst sollte der Ausgleich her und dann mal sehen was noch drin ist im Tank.

Gesagt, getan, in der 31. Minute machten wir den Ausgleich. Vom heimischen Publikum kamen dann Sprüche wie:"wollt ihr das etwa verlieren"?! Wohl dadurch angestachelt legten die Männer aus Sandesneben noch eine Schippe drauf. Wir hatten dem nicht mehr viel entgegen zu setzen. Schnell wurde der Abstand größer. Unsere Kräfte ließen stark nach und somit kamen wir mit dem Tore werfen auch nicht mehr hinterher. In der Abwehr fehlte nun die Konzentration und Tobi wäre auch gerne mal zwischendurch runter gekommen. Ab der 43. Minute saß Timsen dann nicht mehr einsatzfähig auf der Bank. Sein ohnehin lädiertes Knie hatte einen Schlag abbekommen, also keinen Wechselspieler mehr. Sandesneben spielte weiter mit Tempo und unsere Gegenwehr war gebrochen. Teilweise liefen wir wirklich auf Reserve. Mit 30:21 Toren gewannen die Sandesnebener das Spiel.

Trotzdem haben wir die Platte erhobenen Hauptes verlassen, wir haben mit dem wirklich zusammen gekratztem Haufen, einfach alles gegeben. 

Mit gebrochener Nase als Interimstrainer auf der Bank zu sitzen, macht das Ganze auch nicht schöner, das könnt ihr mir glauben. Jedenfalls bin ich mächtig stolz auf unsere Truppe, es gibt nicht viele Teams die in der Situation überhaupt gespielt hätten.

 

Olaf Rienecker