Samstag, 30.11.2019 um 15:45 Uhr

Zum letzten Spieltag der Hinrunde ging es für die Mädels nach Travemünde. Dieses Mal immerhin zu neunt und auch mit Torhüterin Fynnja im Kasten.

Die Mädels kamen eigentlich ganz gut ins Spiel, leider gelang es ihnen, aufgrund zahlreicher verworfener Großchancen, dennoch nicht, sich einen größeren Vorsprung herauszuspielen.So wurden beispielsweise drei der vier 7-Meter in den ersten Viertelstunde verworfen und auch aus dem Spiel heraus fehlte die nötige Konsequenz und Präzision im Abschluss. Und wie es dann so läuft, wurde das eigene Zutrauen weniger und der Gegner stark gemacht. Nach vorne wurde es zunehmend einfallsloser gegen die körperlich starke Travemünder Deckung, da man jetzt auch nicht mehr mit dem nötigen Tempo agierte. Mit einem mühsamen 2 Tore-Vorsprung (6:8) retteten sich die Mädels in die Pause.

Wer hoffte, dass die zweite Halbzeit jetzt wieder mit neuen Ideen angegangen wird, sah sich schnell getäuscht. Über den Ausgleich zum 8:8 gingen die Travemünderinnen schließlich sogar mit 11:10 in Führung. Gegen die, oftmals einfach in die Abwehr stürmenden, Angreiferinnen hatten die Mädels, trotz guter Gegenwehr oftmals keine Chance, zumal Stürmerfoul offensichtlich nicht geahndet wird. In einem nun sehr umkämpften Spiel mussten die Mädels in der zweiten Hälfte vier, teilweise fragwürdige 2-Minuten-Strafen hinnehmen, aber sie hielten dagegen, wollten sich den Sieg dennoch nicht nehmen lassen und kämpften sich wieder in Führung, auch wenn sie im Angriff weiterhin meist zu statisch blieben. Allein Johanna, die alle ihre fünf 7-Meter-Versuche im Tor unterbrachte und weitere fünf Treffer aus dem Spiel erzielte, sowie Torhüterin Fynnja, die in der Schlussminute auch noch einen 7-Meter parierte, waren heute die Garanten für den knappen 16:15-Sieg.

Im Angriff ist zwar nach wie vor irgendwie der Wurm drin, aber die Mädels haben immerhin mal wieder Kampfgeist, Siegeswillen und gute Nerven bewiesen. Gute Nerven braucht man übrigens auch als Zuschauer…

In der Hoffnung, dass auch das Spielerische und Tempo wieder mehr gezeigt werden, geht es am Sonntag, den 08.12. zum Nachbarderby nach Lauenburg. Anwurf ist um 12.00 Uhr.

 

Udo Bollow